Wie kommt Geld in die Kasse ?
Ebenfalls erfolgskritisch für Online-Shop-Betreiber ist es, so viele Abrechnungsmöglichkeiten wie möglich anbieten zu können. Während sich in den USA kein Internet-Nutzer davor scheut, seine Kreditkartennummer in das Online-Bestellformular zu tippen, sind deutsche Web-Surfer hier deutlich vorsichtiger.
Ihr bevorzugtes Abrechnungsmodell ist das Bezahlen auf Rechnung oder durch Bankeinzug. Doch gerade hier fürchten sich Online-Händler vor reichlich Ärger - und das zum Teil zu Recht: Die Zahlungsmoral im Internet, so ergab jüngst eine Studie des Kölner Anbieters von Online-Zahlungsmöglichkeiten, ePago, ist schlecht. Auch nutzen Betrüger das Internet immer mehr zu Einkaufszwecken. Sie geben entweder gleich von vornherein die falsche Kontoverbindung an oder lassen hinterher den Lastschriftauftrag von der Bank zurückholen. Das Resultat ist, dass der Händler ewig auf sein Geld wartet - ein Umstand, der gerade kleinen Anbietern unter Umständen das Genick brechen kann.
Abhilfe versprechen hier, wie auch im realen Leben, Bonitätsprüfer, die noch während des Online-Bestellvorgangs klären, ob der Kunde solvent und vertrauenswürdig ist oder nicht. Unternehmen, die häufig Schwierigkeiten mit Zahlungsausfällen haben, sollten sich diese Investition wirklich überlegen. Denn die anderen Möglichkeiten, Waren entweder per Nachnahme oder nur auf Vorkasse zu liefern, stoßen beim Verbraucher auf wenig Gegenliebe. Händler, die lediglich auf diese Abrechnungsmodelle setzen, verprellen sich unter Umständen auch seriöse Kunden.
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