Mobilfunknetzwerke werden schneller
WAP, GPRS, UMTS, LTE, ...HSCSD nutzt zur Steigerung der Übertragungskapazität das Verfahren der Kanalbündelung - dem Nutzer werden gleich mehrere GSM-Kanäle zugewiesen. Bei der maximal möglichen Nutzung von vier Zeitschlitzen liegt die Datenrate zwischen 38400 und 57600 Bit pro Sekunde – immerhin fast so schnell wie ISDN. Bei GPRS liegt die theoretische Maximalgeschwindigkeit weit höher, in der Praxis sind jedoch ähnliche Werte wie mit HSCSD erreichbar. Der Unterschied: GPRS arbeitet paketorientiert, die Abrechnung erfolgt nicht nach der Verbindungsdauer, sondern nach der Menge der übertragenen Daten. Das erlaubt es dem Nutzer, ständig online zu sein, so dass ihn Mitteilungen aus der Zentrale jederzeit erreichen können. Zur Übertragung großer Datenmengen empfiehlt sich dagegen aus Kostengründen HSCSD.
Beide Systeme sind allerdings für manche Anwendungen immer noch zu langsam. Höhere Bandbreiten bietet nicht nur UMTS, sondern auch die sich schnell verbreitenden WLANS: drahtlose Netzwerke mit Geschwindigkeiten von 300 Megabit pro Sekunde. Universitäten und Firmen richten sie auf ihren Geländen ein, außerdem entstehen immer mehr öffentlich nutzbare W-LANs an sogenannten Hotspots wie Bahnhöfen, Flughäfen und Fußgängerzonen. Teilweise sind diese Netze noch im Versuchsstadium, daher aber oft auch kostenlos.
Wo ein mobiler Netzzugang in ausreichender Geschwindigkeit nicht vorhanden ist, sind eine Alternative - zumindest was den Versand von Daten vom Vertriebsmitarbeiter zur Zentrale betrifft asynchrone Datentransfers. Das bedeutet, dass ein Außendienstmitarbeiter quasi schon vor Ort auf den "Senden"-Button für die Datenübermittlung klickt, die Informationen aber erst an die Zentrale übertragen werden, sobald der Laptop über DSL- oder Standleitung mit dem Internet verbunden ist. Auf diese Weise wird die Gefahr gebannt, dass die Außendienstler nach Feierabend vergessen, den Datentransfer vorzunehmen.
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