Mit Software-Lösungen zu mehr Transparenz
Eine Unternehmensbewertung, im Fachjargon Rating genannt, soll eine objektive Grundlage für eine adäquate Preisgestaltung eines Investments wie beispielsweise eines Kredits sein.Ziel ist es, Transparenz und somit Vergleichbarkeit für Investoren und Gläubiger hinsichtlich des Risikos einer Finanzlage zu schaffen.
Berücksichtigt werden dabei unter anderem Angaben wie Kennzahlen aus der Bilanz- und Jahresabschlussanalyse, Faktoren wie Management und Strategie, das Branchenumfeld, die Sicherheitssituation und die Gesamtkundenbeziehung. Das Bonitätsurteil bzw. die Bewertung der Kreditwürdigkeit reicht von AAA (sehr gute Bonität) bis C (schlechte Bonität). Unterschieden wird in der Branche zwischen internen Ratings, die durch die Bank veranlasst werden, und externe Ratings, die das zu ratende Unternehmen selbst veranlasst und bei einer unabhängige Rating-Agentur in Auftrag gibt.
Die Kreditinstitute sollen also die Bonität ihrer Kunden künftig nach einem festgelegten Kriterienkatalog benoten. Je besser die Note ausfällt, desto weniger Eigenkapital müssen die Banken für den Kredit aufwänden und umso günstiger können sie dann ihre Konditionen gestalten. Bisher müssen die Geldinstitute unabhängig von der Bonität des Kreditnehmers acht Prozent der Kreditsumme als Sicherheit hinterlegen. Ab 2006 wird sich dieser Prozentsatz - je nach Bonität bzw. Risiko - im Einzelfall erhöhen oder senken. Letztlich werden Unternehmen mit einer schlechten Bonität höhere Zinsen zahlen als Firmen mit einer dickeren Kapitaldecke.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
-
Druckansicht
E-Mail Versand
PDF-Download




