An die Zukunft und die Refinanzierung denken
Bei jeder der drei genannten Möglichkeiten ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Zusammenarbeit langfristigen Bestand haben kann. Wer beispielsweise die Standard-Lösung eines Anbieters kauft, der in einem halben Jahr Konkurs anmeldet, kann seine Shop-Lösung einmotten, sobald ein technisches Update nötig wäre. Genauso ist es bei Systemen, die von Agenturen entwickelt werden. Beschließt ein Unternehmen, die Agentur zu wechseln, ist es für den neuen Dienstleister häufig schwierig, sich in das vorliegende proprietäre System einzudenken und es weiterzuentwickeln.Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kostenfrage. Spätestens seit den spektakulären Pleiten der New Economy sollte klar sein, dass sich millionenschwere Investitionen in Technologien nur sehr schwer refinanzieren lassen. Da ein Teil der zu erwartenden Internet-Umsätze im Grunde nur Umsatzverlagerungen von herkömmlichen Vertriebswegen sein werden, also keinen wirklichen Mehrumsatz bedeuten, sollten mittelständische Unternehmen beim Finanzierungsmodell ihres Online-Shops sehr konservativ kalkulieren und höchstens von Umsatzsteigerungen zwischen fünf und zehn Prozent ausgehen. Es macht einfach mehr Sinn, den Online-Handel Schritt für Schritt aufzubauen, als in großem Stil einzusteigen - und zu scheitern.
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